Intersolar München: TÜV Thüringen mit neuen Testreihen auf heißer Spur nach kalten Lötstellen
Kalte Lötstellen führen zwangsläufig zu Defekten oder Leistungsverlusten. Bei einer Solaranlage kann sich das negativ auf den prognostizierten Ertrag auswirken und letztlich die gesamte Investition in Frage stellen. Mittels einer Röntgenanalyse kann der TÜV Thüringen die Lötstellenqualität von Solarstrings bestimmen. So können Rückschlüsse auf qualitätskritische Eigenschaften von Lötzeit, Löt-Temperatur oder auch die Andruckkraft beim Löten bei kristallinen PV-Modulen gezogen werden.
In seinem gemeinsam mit dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik und Photovoltaik betriebenen ?solartestlab? kann der TÜV Thüringen aber auch mit dem PID-Test (Potential Induced Degradation) eine spannungsinduzierte Alterung der Module simulieren und so die Stabilität kristalliner Module bewerten. Zudem werden thermografische Untersuchungen angeboten, die punktuell unzulässige, thermische Erwärmungen, die so genannten Hot-spot-Effekte, aufdecken. Mit der Elektrolumineszenz können äußerlich nicht sichtbare Fehler erkannt werden. Neben diesen Spezialtests bietet der TÜV Thüringen auch einen Test der EVA- und PVB-Folie an. Mit diesem PEEL-/Ripp-Off-Test wird die Festigkeit und Haftung der Kunststoffschichten zum Trägermaterial geprüft. Durch den GEL-Content-Test sind die Solarexperten des TÜV Thüringen in der Lage, den Vernetzungsgrad von Schichten der PV-Module zu bewerten, ein immens wichtiger Parameter beim Laminierprozess. Ein weiterer Sondertest für kristalline Solarmodule, der Rückschlüsse auf die Lebensdauer zulässt, ist die Bestimmung des Yellowness-Indexes im UV-Bereich. Anhand der Vergilbung der EVA-Folie kann der gesamte Lebenszyklus eines Moduls beschrieben werden.
Für Dünnschicht-Module hat der TÜV Thüringen ebenfalls einige PV-Sondertestreihen entwickelt. Mit Hilfe des TCO (Transparent Conductiv Oxide)-Korrosions-Tests wird die Empfindlichkeit der elektrochemischen Korrosion beziehungsweise der erlaubten Polarität der Systemspannung ermittelt. Eine irreversible Schädigung der TCO-Schicht würde zu erheblichen Leistungsverlusten führen. Durch die exakte Bestimmung der Zusammensetzung und Dicke der submikrometerfeinen Schichten von Dünnschicht-Modulen durch das zerstörungsfreie Verfahren REM (Rasterelektronenmikroskop)-EDX (Energiedispersive Röntgenspektroskopie) kann eine fehlerhafte Zusammensetzung der Schichten ausgeschlossen werden.
Die PV-Experten des TÜV Thüringen können außerdem Leistungsmessungen an Solarparks und PV-Anlagen vor Ort durchführen. Das ist immer dann ratsam, wenn Ertragsabweichungen auftreten. Investitionsbegleitung sowie die Erstellung von Ertragsgutachten für PV-Anlagen stellen daher eine weitere wichtige Säule des PV-Portfolios des TÜV Thüringen dar.
Alle Leistungen im Bereich Solarenergie werden beim TÜV Thüringen unter der Nachhaltigkeitsmarke blueTÜV by TÜV Thüringen gebündelt. Der TÜV Thüringen stellt auf der Intersolar München seine Prüf- und Zertifizierdienstleistungen auf dem Thüringer Gemeinschaftsstand von SolarInput e.V. in Halle A6 am Stand 154 vor.